Chronik

Reise durch die Zeit

Die Chronik des Musikverein kann auf eine lange und ereignisreiche Vergangenheit zurückblicken. Erste musikalische Aufzeichnungen findet man bereits 1925. Gehen Sie mit uns ein Stück durch die Zeit seit der Gründung.

Chronik des Musikverein Ligist-Krottendorf

Das Protokollbuch des Musikvereines Ligist beginnt mit der Mitschrift über die Gründungsversammlung am 5. Februar 1925 im Vereinsheim Kaier. An dieser Versammlung nahmen auch der Graf und die Gräfin Goess teil, die den Ehrenschutz des Vereines übernommen hatten. Der erste Vereinsobmann war Direktor Breßlauer, 1. Kapellmeister Johann Salchinger, sein Stellvertreter Bürgermeister Anton Wagner. Schriftwart wird Hans Kaier, Säckelwart Josef Weiß, Notenwart Franz Kaier und als Musikräte werden Anton Lidl und F. Schmölzer bestellt. Dem musikalischen Nachwuchs wurde größte Bedeutung zuerkannt – er war Garant für den Weiterbestand des Vereines. Josef Weiß, damals Notenwart konnte in der Musikratssitzung vom 27. Mai 1926 für den Unterricht junger Burschen gewonnen werden. Der Stundenlohn für den Lehrer war ein Schilling und musste vom Musikverein aufgebracht werden. Im Vereinsjahr 1928 konnten nur wenige Proben abgehalten werden, da es fortwährend Streitigkeiten gab.

Gründung des Musikverein Ligist 1925

Musikverein Ligist 1925

Nur durch Vermittlung des Schriftführers Hans Kaier blieb der Verein bestehen. Mit Ende dieses Jahres verließ Dir. Breßlauer aufgrund von Meinungsverschiedenheiten den Verein, Johann Kaier übernahm für ein Jahr die Obmannstelle. Bei der Jahreshauptversammlung am 8. März 1931 wurde Obmannstellvertreter Anton Wagner aufgrund seiner Verdienste für den Musikverein Ligist einstimmig zum Ehrenkapellmeister ernannt. Das 10jährige Gründungsfest des Musikvereines wurde im Juni 1935 abgehalten. Kapellmeister war bei dieser Veranstaltung Hans Schönthaler, Johann Salchinger hatte sein Amt zur Verfügung gestellt. Der 2. Kapellmeister, Josef Weiß, wurde für seine Verdienste um den Verein zum Präsidenten gewählt. Während des 2. Weltkrieges hielt er die Vereinstätigkeit trotz der wenigen Musiker, die noch zur Verfügung standen, aufrecht. Die Aufzeichnungen von den Jahren 1935 – 1946 wurden aus dem Protokollbuch des Musikvereines entfernt, daher kann über diese Zeit wenig berichtet werden. Im Jahr 1948 gab der Verein wieder ein kräftiges Lebenszeichen durch die Aktivierung von Medizinalrat Dr. Anton Saurugg zum neuen Obmann. Helmut Staral übernahm die Kapellmeisterstelle und Weiß Josef den Stellvertreter. Die größte Sorge des Vereines war stets der Nachwuchs, der den Fortbestand sichern sollte. Deshalb regte Obmann Dr. Saurugg bereits 1950 die Gründung einer Musikschule an.

Musikverein Ligist 1926

Musikverein Ligist 1926 zum 80. Geburtstag seines verdienstvollen Mitglieds „Vater Bartl“

Der Kapellmeister und sein Stellvertreter befürworteten diesen Vorschlag, der sich jedoch aufgrund finanzieller Engpässe noch nicht in die Tat umsetzen ließ. Von 1951 – 1955 leitete Alois Tauber die Musikkapelle, zum Obmann wurde 1951 Kaier Johann gewählt, der dieses Amt bis 1957 innehatte. Das 30. Gründungsfest fand am 8. und 9. August 1953 statt. Anlässlich dieses Festes wurde der Verein neu uniformiert. Die heimischen Schneidereien Binder und Schröttner wurden mit der Anfertigung von 25 Anzügen beauftragt. Von 1956 – 1962 war Helmut Staral wieder Leiter des Musikvereines Ligist. Trotz der guten wirtschaftlichen Situation befand sich der Verein in personellen Schwierigkeiten. Die Doppelmitgliedschaft einiger guter Musiker des Vereines führte bei Auftritten oft zu Engpässen. Durch Gründung der Musikschule konnten Nachwuchsmusiker gewonnen werden. Im Feber 1957 spielten bereits neun Bläserschüler beim Musikverein mit. Von nun an konnten Veranstaltungen gespielt werden, die ansonsten aus Personalnot abgesagt werden mussten. Im Herbst 1962 legte Helmut Staral seine Funktion als Kapellmeister und Musikschuldirektor zurück, da er als Musikschulleiter nach Eisenerz berufen wurde. Erich Kliegl übernahm die Funktion des Kapellmeisters von 1963 – 1967. Er gründete in der Musikschule eine Jugendblaskapelle. Die Mitglieder mussten aber ein gewisses musikalisches Können nachweisen um im Musikverein mitspielen zu dürfen.

Musikverein Ligist um 1931

Musikverein Ligist um 1931

Das 40-jährige Bestehen des Musikvereines wurde am 12. und 13. September 1964 gefeiert. Beim Festabend konnten verdienstvolle Mitglieder geehrt werden. Tags darauf fand ein Festgottesdienst und am Nachmittag ein Festkonzert mit vielen Gastkapellen statt. Nach Erich Kliegl übernahm Franz Hiden von 1967 – 1983 die Kapellmeisterstelle im Musikverein. Im August 1970 wurden neue Musikinstrumente angekauft. Diese hatten die so genannte tiefe Stimmung. Die Uminstrumentierung war notwendig geworden, weil bei konzertanten Aufführungen ein wesentlich volleres Klangbild erzielt werden konnte. Der Kauf der Instrumente war nur durch die Spendenfreudigkeit der Patinnen, der Ligister Bevölkerung und einer Subvention der Gemeinde Ligist möglich gewesen. Das 50. Gründungsfest des Musikvereines fand im Juni 1973 statt. Geehrt wurden die Gründungsmitglieder Hans Kaier, Franz Kaier, Peter Guggi und Josef Weiß. Unter großem Beifall des Publikums nahmen die vier Gründungsmitglieder ihren Platz unter den Musikern ein und spielten unter der Leitung von Prof. Helmut Staral einen Marsch. Finanziell brachte das Fest einen vollen Erfolg. Mit dem Reingewinn konnten neue Regenmänteln und Hüte angeschafft werden.

60 Jahre Musikverein Ligist-Krottendorf

1982 – 60 Jahre Musikverein und Namensänderung auf Musikverein Ligist-Krottendorf.

Im Sommer 1975 wurden auf Initiative des Kulturreferates der Marktgemeinde Ligist die „Sonntagskonzerte“ ins Leben gerufen. Verschiedene Ligister Musikgruppen konzertierten auf dem Marktplatz, um der Bevölkerung und den zahlreichen Sommergästen eine musikalische Freude zu bereiten. Diese Sonntagskonzerte wurden ab 1978 in den Ligister Jahrmarkt umgewandelt, bei dem der Musikverein immer mit einem Platzkonzert mitwirkte. Ein Höhepunkt des Vereinsjahres 1978/79 war das Wunschkonzert am 26. Oktober 1979, welches einen hohen finanziellen Gewinn brachte. Es wurden neue Uniformen angeschafft, zwei Bässe, zwei Posaunen, ein Bassflügelhorn und eine Es-Klarinette neu lackiert. Bei der Jahreshauptversammlung am 15. März 1981 konnte die Anschaffung neuer Trachtenanzüge beschlossen werden. Zur Finanzierung wurden „Trachtensammelaktionen“ durchgeführt. Die Weihe der neuen Tracht sollte dann beim 60jährigen Gründungsfest am 16. Mai 1982 stattfinden. Bei der Jahreshauptversammlung am 14. März 1982 wurde die Namensänderung auf „Musikverein Ligist – Krottendorf“ einstimmig beschlossen. Das 60jährige Bestehen des Musikvereines Ligist – Krottendorf fand mit einem Zweitagefest am 15. und 16. Mai 1982 statt. Nach einer Feldmesse nahm Dechant Rupert Rechberger die feierliche Weihe der neuen Tracht vor. Von 1983 – 1989 war Michael Krammer Kapellmeister, zu seinem Stellvertreter wurde Alfred Prasch gewählt. Franz Hiden schied nach 16 Jahren als Kapellmeister aus, blieb aber trotzdem aktiver Musiker bis zu seinem Lebensende. Im Jahr 1983 wurden insgesamt 55 Proben, davon 15 Teilproben durchgeführt. Der Probenbesuch mit ca. 70% war außerordentlich hoch.

Die auf dieser intensiven Probenarbeit beruhenden Konzerte am 20. März 1983 im Schilcherhof Kürzl, am 18. November 1983 gemeinsam mit dem Singkreis Ligist im Gasthaus Riegler und das Neujahrskonzert am 8. Jänner 1984 im Gasthof Wörgötter waren sehr gut besucht und fanden bei der Bevölkerung ein positives Echo. Bei der Jahreshauptversammlung am 31. März 1984 wurde Bernhard Schröttner zum Schriftführer gewählt, der diese Funktion lange innehatte. Der Blasmusikverband Voitsberg feierte am 10. November 1985 sein 35-jähriges Bestehen. Anlässlich dieser Feier nahmen alle Blaskapellen des Bezirkes Voitsberg an einem Festkonzert in Bärnbach teil. Der Musikverein Ligist – Krottendorf spielte mit den Kapellen St. Johann o.H, Söding, Stallhofen und der Bauern- und Jugendkapelle Mooskirchen in einer Gruppe. Die Vereinstätigkeit der Musikkapelle war gekennzeichnet durch die Neujahrskonzerte, Muttertagskonzerte, Wunschkonzerte, 1. Maifeiern und Teilnahmen an verschiedenen Blasmusikertreffen. Im Jahre 1990 übernahm Alfred Prasch als Kapellmeister den Musikverein Ligist – Krottendorf, er wurde bei der außerordentlichen Generalversammlung am 11. Feber 1990 gewählt. Auch die Neuwahl des Obmannes stand zur Diskussion, da der amtierende Obmann, Fritz Pail schon längere Zeit durch Krankheit verhindert war. Zum neuen Obmann wurde bei der Jahreshauptversammlung am 4. März 1990 dann Wolfgang Hiden einstimmig durch Handzeichen gewählt. Aufgrund der langen Krankheit des Ehrenobmannes Pail Fritz konnte im Vereinsjahr 1989/90 kein Neujahrskonzert stattfinden, stattdessen gab es im April 1990 im Gasthaus Riegler ein „Frühlingskonzert“. Mitwirkende waren der Singkreis Ligist und die „Originalen fidelen Köflacher“. Am 8. und 9. September 1991 veranstaltete der Musikverein Ligist – Krottendorf ein Bezirksmusikertreffen. Insgesamt nahmen 24 Musikvereine an diesem Treffen teil. Das Fest begann mit dem Empfang der auswärtigen Kapellen und einem anschließenden Gästekonzert. Am nächsten Tag fand der Festakt auf dem Marktplatz in Ligist statt.

Musikverein Ligist-Krottendorf beim Schilcherhof im Jahr 1979

1979 – Musikverein Ligist-Krottendorf beim Schilcherhof

Neues Probenlokal für den Musikverein

Der Musikverein Ligist – Krottendorf führte seine Proben im Haus der heutigen Gemeinde durch. Schon lange bestand der Wunsch und die Absicht, ein eigenes Probenlokal zu besitzen. Seitens der Gemeinde wurde dem Verein das ehemalige Kühlhaus zum Umbau angeboten. Mit finanzieller Unterstützung von Gemeinde, Land und anderen Institutionen, aber auch viel persönlichem Einsatz der Mitglieder des Musikvereines (es wurden mehr als 2500 Arbeitsstunden geleistet) schritt der Ausbau zügig voran, sodass im September 1992 das neue Musikerheim im Rahmen der 70-Jahrfeier feierlich eröffnet werden konnte.

70 Jahre Musikverein Ligist-Krottendorf / Musikerheimeinweihung

Anlässlich dieses Ereignisses veranstaltete der Musikverein am 5./6. September 1992 ein 2-Tage Zeltfest. Obmann Wolfgang Hiden konnte neben 130 Patinnen sehr viele Ehrengäste begrüßen. Musikschuldirektor Mag. Franz Nono Schreiner hielt die Laudatio und Pfarrer Monsignore Rupert Rechberger segnete das neue Heim. Die erste Probe im neuen Musikerheim fand am 8. Oktober 1992 statt. Im Vereinsjahr 1992 war die Musikkapelle sehr aktiv. Neben dem Heimbau gab es 45 Ausrückungen, 15 öffentliche, 6 kirchliche Anlässe und 19 Begräbnisse wurden musikalisch umrahmt. Zusätzlich wurden das Neujahrskonzert, das 70jährige Bestandsjubiläum und der traditionelle Weckruf am 1. Mai durchgeführt. Im November 1992 verstarb der langjährige Musikkamerad und Ehrenobmann Pail Fritz, vielen als „Sterzbauer-Fritz“ besser bekannt.

Bei einer Ausschusssitzung im November 1994 wurde die Neueinkleidung der Musikvereinsmitglieder besprochen. Zur Debatte standen Lederhosen, bzw. eine neue Tracht. Von der Gemeinde gab es eine prinzipielle Zusage zur finanziellen Unterstützung. Das Neujahrskonzert 1995 stand musikalisch auf sehr hohem Niveau. Kapellmeister Alfred Prasch leitete über 50 Musiker mit Genauigkeit und Präzision, was die Werke „Waldmeister-Ouvertüre“ und den Walzer „Wiener Blut“ hervorragend gelingen ließ. Moderator dieses gut besuchten Konzertes war Bernd Prettenthaler, der auch gemeinsam mit der „Steirischen Blos“ und Mundartdichter August Knabl zum Gelingen dieser Veranstaltung beitrug. Bei einer Vorstandssitzung im Dezember 1995 stellte Obmann Wolfgang Hiden ein Muster der neuen Tracht vor, bestehend aus einem weinroten Lodengilet, einem dunkelgrünen Rock mit weinroter Einfassung und eine schwarze Hose. Im Vereinsjahr 1996 war der Musikverein sehr aktiv. So wurden Veranstaltungen der Kirche (Ostern, Festsonntag), der Gemeinde (1. Mai, Nationalfeiertag) und der Feuerwehr (Jahrmarkt) musikalisch mitgestaltet, aber auch eigene Veranstaltungen, wie das Neujahrskonzert und das Neujahrsgeigen warten feste Bestandteile des Arbeitsjahres. Insgesamt rückte der Musikverein 25mal in großer Besetzung und 7mal in kleiner Besetzung aus.

Neue Tracht für den Musikverein Ligist-Krottendorf

Beim 60-jährigen Jubiläum des Musikverein Ligist – Krottendorf im Jahr 1982 war das letzte Mal eine neue Tracht angekauft worden. Aufgrund des regen musikalischen Nachwuchses im Verein (60 aktive Musiker) wurde eine Neueinkleidung der Kapelle wieder notwendig. Schon seit dem Jahr 1995 überlegte der Vorstand die Anschaffung und Finanzierung einer neuen Musikeruniform. Bei der Jahreshauptversammlung 1997 wurde das Thema „Tracht“ ausführlich diskutiert. Der Schneider, Herr Sabetz aus Köflach, stellte zwei Modelle zur Auswahl: eine Tracht mit Lederhose und eine Tracht mit normaler Hose. Bei einer Vorstandssitzung im November 1997 entschied sich der Vorstand einstimmig für die Tracht mit normaler Hose. Auch die Marketenderinnen wurden neu eingekleidet und erhielten eine „Leutschacher Tracht“. Insgesamt mussten 60 aktive Musiker eingekleidet werden. Reservestoff wurde für 20 Trachten angeschafft. Diese Neueinkleidung des Musikvereines Ligist – Krottendorf war vor allem durch die großzügige finanzielle Unterstützung der Gemeinden Ligist und Krottendorf, der heimischen Geldinstitute, des Kameradschaftsbundes Ligist, sowie durch eine Förderung der Steiermärkischen Landesregierung möglich. Der Musikverein musste trotz dieser finanziellen Hilfe einen großen Betrag selbst aufbringen und nutzte das Neujahrsgeigen 1998 dazu, alle Bewohner der Gemeinde um eine Spende bzw. eine Patenschaft zu bitten. Im Feber 1998 wurde die neue Tracht angemessen und bereits im Mai 1998 fand die feierliche Einweihung der neuen Kleidung mit einem 2-Tagefest statt.

Trachtenweihe des Musikvereines Ligist-Krottendorf 1998

Das Fest begann am Samstag, 16. Mai mit dem Empfang der Gastkapellen und einem anschließenden Gästekonzert. Danach spielte das „Zangtaler Quintett“ bis in die frühen Morgenstunden. Am Sonntag, den 17. Mai fand ein Festgottesdienst und die feierliche Trachtenweihe statt. Das Fest klang mit einem Frühschoppen, gestaltet vom Södingtal Trio, aus.

Trachtenweihe des Musikverein Ligist-Krottendorf 1998

1998 – Trachtenweihe des Musikverein Ligist-Krottendorf

Friedenstreffen „80 Jahre Kriegsende“ in Vicenza

Am 6. und 7. Juni 1998 nahm der Musikverein Ligist – Krottendorf als einzige österreichische Musikkapelle an dieser historischen Friedensfeier teil. Insgesamt wurden an die 20.000 Veteranen und Offiziere einzelner Heeresverbände eingeladen. Die Einladung zu diesem Treffen kam vom Obmann des ÖKB-Ortsverbandes Ligist, Alois Gschwind und von Peter Bärnthaler vom ÖKB-Landesverband Steiermark. Am ersten Tag spielte der Musikverein im Kurort Recoato ein Konzert, bei dem vor allem die traditionelle Marschmusik besonderen Anklang fand. Am nächsten Tag konnte die Friedensfeier im Beisein des italienischen Verteidigungsministers, von Fahnenabordnungen aus allen Regionen, sowie politischen Vertretern aus ganz Oberitalien stattfinden. Die Militärmusik der Garnison Vicenza und der Musikverein Ligist – Krottendorf sorgten für die musikalische Umrahmung. Zusätzlich zur Trachtenweihe und zur Fahrt nach Vicenza wirkte der Musikverein im Jahr 1998 bei vielen kirchlichen Festen, beim Jahrmarkt, bei der Feier „100 Jahre Raiffeisenbank Ligist“, bei der Rüsthauseröffnung in Krottendorf und vielen anderen Veranstaltungen mit.

Erfolgreiche Jahre

Heribert Kalcher folgte Wolfgang Hiden als Obmann. Nach 18 sehr erfolgreichen Jahren als Kapellmeister gab Alfred Prasch im Jahre 2009, den Taktstock an Mag. Manfred Brandstätter weiter. Alfred Prasch war in diesen Jahren maßgeblich für den Erfolg des Musikvereines verantwortlich. Nach Heribert Kalcher leitete Ing. Johann Hiden von 2009-2012 die Geschicke des Musikvereines. Unter seiner Führung gab es mit Kapellmeister Mag. Manfred Brandstätter eine erfolgreiche Teilnahme an der Konzertwertung in Bärnbach. Seit 2006 wird alle Jahre (Anfang Juli) der mittlerweile traditionelle und sehr gut besuchte Dämmerschoppen veranstaltet, der unter dem Motto „Holz, Blech & Schilcher – Gaumenschmaus & Ohrenklänge“ stattfindet. Dieser Dämmerschoppen wird alle Jahre abwechselnd am Marktplatz Ligist und am Dorfplatz Krottendorf veranstaltet, da der Musikverein Ligist-Krottendorf für beide Gemeinden als Kulturträger fungiert und etwas zum Kulturleben beitragen will.

Neujahrskonzert des Musikverein Ligist-Krotttendorf 2013

2013 – Neujahrskonzert des Musikverein Ligist-Krotttendorf

Der Musikverein Ligist-Krottendorf: 2012 bis 2014

Seit 2012 stehen Obmann Herbst Franz und Kapellmeister Peter Lidl MA an der Spitze des Vereines. Mit derzeit 68 Mitgliedern werden im Jahr ca. 50 Ausrückungen bestritten. Großen Wert legt man im Verein auch auf die Jugendarbeit, so gibt es seit 2011 ein eigenes Jugendorchester. Erfolgreich war auch die Teilnahme bei der Marschmusikwertung 2013 in Feldkirchen bei Graz. Der Musikverein erreichte in der Stufe B – 87,8 Punkte.

2014 war auch das Jubiläumsjahr der Marktgemeinde Ligist. Es wurden 550 Jahre Markt Ligist gefeiert und dazu gab es ein riesiges Fest, bei dem alle Vereine, Betriebe und Institutionen mitgewirkt hatten. Einen weiteren Beitrag gab es vom Musikverein Ligist-Krottendorf unter der Leitung von Peter Lidl und dem Singkreis Ligist unter der Leitung von Prof. Franz Nono Schreiner. Herr Prof. Schreiner wurde gebeten, einige Stücke für den Klangkörper zu komponieren, wobei er vielleicht dabei auch „Bilder von Ligist“ musikalisch darstellen könne. So entstanden die ersten fünf Stücke der „Ligister Ansichten“, wo Szenen aus längst vergangenen Zeiten aufgegriffen wurden sowie aktuelle Landschaften und Ereignisse. Im weiteren Verlauf gesellten sich zu diesen fünf Stücken noch vier weitere dazu, die Franz Nono Schreiner für den Singkreis Ligist und Streicher komponierte. Somit wurde die Idee geboren, gemeinsam mit dem Singkreis Ligist bei einem Konzert, anlässlich des 550-Jahr-Jubiläums, am 13. Juni 2014 diese Stücke unter dem Motto „Ligister Ansichten“ uraufzuführen.

Mit September 2014 wurde dem Kapellmeister des Musikvereines Ligist-Krottendorf Peter Lidl MA, die Leitung der Musikschule Ligist übertragen. Als Musikschuldirektor hat Peter Lidl nun die Möglichkeit die Verbindung Musikverein – Musikschule noch zu intensivieren, was sicher von großem Vorteil ist.

Am 9. November 2014 fand das „Polka-Walzer-Marsch-Wertungsspiel” des Musikbezirkes Feldbach, in der Sporthalle Fehring statt. Der Musikverein Ligist-Krottendorf trat in der Wertungsstufe B an und wurde durch eine fachkundige Jury für seine tolle Leistung mit 89,22 Punkten bewertet. Diese Wertung war für den Musikverein Ligist-Krottendorf die 3. Wertung in einem Zeitraum von 5 Jahren, somit hatte der Musikverein alle Voraussetzungen für die Verleihung des „Steirischen Panthers“ erfüllt.

Musikfest Lipizzanerheimat 2015

Musikfest Lipizzanerheimat und 90-Jahr-Jubiläum des Musikverein Ligist-Krottendorf am 5. + 6. September 2015

Jubiläumsjahr 2015

Im Jahr 2015 feiert der Musikverein Ligist-Krottendorf sein 90-jähriges Bestehen. Um dies ausreichend zu feiern, veranstaltet der Musikverein sein alljährliches und traditionelles Neujahrskonzert am 4. Jänner 2015 unter dem Motto: „Jubiläums-Neujahrskonzert“, wo sehr viele Musikstücke zu Ehren vergangener Kapellmeister aufgeführt wurden und vom 5.-6. September 2015 gab es ein 2-Tages-Zeltfest in Verbindung mit einem Bezirksmusikertreffen unter dem Motto: „Musikfest Lipizzanerheimat„.

Zeawas Musig

Im September 2015, beim Musikfest Lipizzanerheimat des Musikvereins Ligist-Krottendorf, durfte man Gäste aus Vorarlberg begrüßen – den Musikverein Harmonie Andelsbuch – und daraus entstand eine musikalische Freundschaft. Bereits 2015 erhielt Ligist eine Gegeneinladung der Andelsbucher nach Vorarlberg zu kommen und somit durfte man beim 50. Bregenzerwälder Bezirksmusikfest dabei sein. Unter dem Motto „zeawas musig“ fand vom 7. Juli bis 10. Juli 2016 das Bezirksmusikfest statt welche im Bregenzerwald legendär sind. Bierzeltatmosphäre, Blasmusik, Trachtenumzug, Leidenschaft und Herzblut der Musikantinnen und Musikanten aus dem ganzen Bregenzerwald und darüber hinaus, standen beim Fest in Egg im Mittelpunkt. Veranstaltet wurde das Bezirksmusikfest vom Musikverein Egg anlässlich seines 140-jährigen Bestehens. Am Sonntagnachmittag durfte man 46 Musikvereine aus ganz Vorarlberg, der Steiermark und Deutschland sowie rund zehn weitere Vereine und Gruppierungen aus der Umgebung begrüßen sowie über 8.000 Besucher. Neben Gastgeschenken aus der Lipizzanerheimat durfte der Ligister Schilcher natürlich nicht fehlen. Als Draufgabe durfte Christoph Pauritsch vor etwa 5.000 Musikern und dem interimistischen Bundespräsidenten Karl Heinz Kopf mit seiner Harmonika auf der Bühne seine Bravourstücke spielen. Der Musikverein hofft die Steiermark würdig vertreten zu haben und auf alle Fälle bleibt es eine tolle Erinnerung für ca. 40 MusikerInnen.

Musikverein Ligist-Krottendorf in Vorarlberg/Egg beim Bregenzerwälder Bezirksmusikfest 2016

Musikverein Ligist-Krottendorf in Vorarlberg/Egg 2016 © Hannes Rassi

Renovierung des Musikheims 2017

Im Jahr 1992 bekam der Musikverein Ligist-Krottendorf ein neues Musikheim. Das damalige Kühlhaus wurde zum Umbau angeboten doch nach 25 Jahren wurden Renovierungsarbeiten notwendig und so entschloss man sich im Feber 2017 das Musikheim auf Vordermann zu bringen. Im ersten Schritt wurde der Fußboden im Probenraum erneuert weil der alte Teppichboden ausgedient hatte. Im Zuge dessen wurden die Wände neu gestrichen, neue Deckenlampen installiert und die altertümliche Heizung wich einer neuen Infrarot-Heizung. Ein herzliches Danke geht an die ausführenden Firmen dieser Baustelle, an die Marktgemeinde Ligist für die finanzielle Unterstützung und an alle Mitglieder des Musikvereines für die tatkräftige Hilfe beim Renovieren.

2017 bis heute

Neben den alljährlichen Veranstaltungen und Ausrückungen des Musikverein wie das Neujahrskonzert und dem Dämmerschoppen „Holz, Blech & Schilcher“, nahm der Musikverein wieder an einer Polka-, Walzer- und Marschwertung teil. Am 21. Mai 2017 fand die Wertung in St. Michael (Leoben) statt und der Musikverein trat in der Wertungsstufe C an, durch die fachkundliche Jury und wochenlangen Vorbereitungen wurde der Musikverein für die erbrachte Leistung mit 89,77 Punkte belohnt.

Der Musikverein Ligist-Krottendorf (MLK) hat seinen Sitz in Ligist im Blasmusikbezirk Voitsberg und veranstaltet ein Neujahrskonzert und einen Dämmerschoppen.
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