Mit Blasmusik ins neue Jahr

Was wäre der Jahreswechsel ohne dem Neujahrskonzert des Musikverein Ligist-Krottendorf? Dieses Konzert zeigte, dass Blasmusik viel mehr als Tradition sein kann.

Blasmusik ist schon lange mehr als nur Marsch, Polka und Walzer. Das Repertoire umfasst auch Filmmusik, Melodien aus Musicals und allerhand Unterhaltungsmusik. Aber natürlich darf es auch immer wieder einmal ein schneidiger Marsch, etwas Klassisches oder eine lustige Polka sein. Um das zu beweisen, bot der Musikverein Ligist-Krottendorf, Blasmusik der Sonderklasse am Sonntag, 5. Jänner 2020 beim Neujahrskonzert in der Mehrzweckhalle Ligist. Die besondere Herausforderung, wie schon seit einigen Jahren, waren eine Nachmittags- und eine Abendvorstellung an einem Tag.

Herzlich Willkommen
Ganz traditionell wurden am Red Carpet, in der Mehrzweckhalle Ligist, ca. 800 Gäste glamourös empfangen. Nach dem Blitzlichtgewitter ging es weiter in den Konzertsaal um Platz zu nehmen. Nach dem einleitenden und fulminanten Konzertmarsch „Sympatria“ wurde das Publikum von Obmann Franz Herbst und der charmantesten Stimme der Weststeiermark – Silvia Gaich – begrüßt. Sie führte dann auch abwechslungsreich durch das Programm.

Ehrungen
Nach den Stücken „Vergnügungszug“ und „Frühlingsstimmen“ nutzte man die besondere Atmosphäre des Konzertes um außergewöhnliche und langjährige Mitglieder auszuzeichnen. Auszeichnungen des Steirischen Blasmusikverbandes erhielten bei diesem Konzert:

  • Ing. Johann Hiden (Ehrenzeichen 40 Jahre in Gold)
  • Christine Prasch (Ehrenzeichen 30 Jahre in Silber-Gold)
  • Obmann Franz Herbst (Ehrenzeichen 25 Jahre in Silber-Gold)
  • Sabine Pauritsch (Ehrennadel in Gold)

V.l.n.r.: Bezirksobmann Mag. Johann Edler, Bürgermeister Johann Feichter (Krottendorf-Gaisfeld), Bürgermeister Johann Nestler (Ligist), Kapellmeister Peter Lidl MA, Ing. Johann Hiden, Sabine Pauritsch, Christine Prasch, Obmann Franz Herbst und Bezirkskapellmeister Andreas Angerer.

Passend zu den Ehrungen und all den Herausforderungen über zahlreiche Jahre, die einen wachsen lassen, wagt sich der Musikverein auch immer wieder an neue musikalische Herausforderungen. Bevor es in die verdiente Pause ging, konnte das Publikum noch dem ausdrucksstarken und bewegenden Stück „Virginia“ und dessen amerikanische Geschichte lauschen – Noten, die Geschichte erzählen.

Jugendorchester und neue Mitglieder
Nach der Pause wurde die zweite Hälfte vom Jugendorchester eröffnet. Das Jugendorchester stellt eine Art Vorstufe zum Musikverein dar. Es soll das gemeinsame Musizieren fördern und vor allem die Freude am Musizieren in der Gruppe wecken. Nach langen und harten Probenarbeiten begeisterte auch die Jugend das Publikum mit den Stücken „The Lion King“ und „Born to be wild“.

Zwischen den beiden Stücken gratulierte man allen Jugendlichen, die 2019 eine Leistungsabzeichen-Prüfung ablegten. Die Leistungsabzeichen des Österreichischen Blasmusikverbandes und der Österreichischen Blasmusikjugend gelten als Symbol des musikalischen Fleißes und als Zeichen der künstlerisch-musikalischen Weiterentwicklung am Instrument.

Weiters durfte man auch neue Mitglieder begrüßen wie Angelika Sabine Klug (Klarinette), Melanie Wibner (Klarinette) und Wolfgang Schlosser (Tenorhorn).

Markenzeichen
Das Neujahrskonzert ist seit Jahren geprägt von besonderen Gastauftritten, Darbietungen jeglicher Art oder einem besonderen Stück mit optischer Untermalung. So konnte sich das Publikum in der Ganzen zweite Hälfte auf ein paar Highlights aus den 80er Jahren freuen.

Mit dem bekannten Jump-’n’-Run-Videospiel und dem gleichnamigen Stück „Super Mario Bros.“ konnte das Publikum in Erinnerungen schwelgen, während man die einzelnen Welten, durch die sich Mario kämpfen musste um die Prinzessin zu befreien, mitverfolgen konnte.

Mit „Nothing’s gonna change my love for you“ präsentierte der Musikverein ein Arrangement für Solotrompete und Blasorchester. Solist war Gabriel Müller, hervorragender Trompeter weit über die Bezirksgrenzen hinaus. Als Draufgabe folgte dann auch schon das nächste Stück „Just a Gigolo – I ain’t got nobody“. Martin Greinix verlieh diesem Stück noch die besondere Note mit seinem glanzvollen Gesang.

Das Finale
Nach dem Medley „80er KULT(tour)“ verabschiedeten sich Obmann Franz Herbst und Kapellmeister Peter Lidl vom Publikum, bevor der Musikverein Ligist-Krottendorf das Neujahrskonzert traditionell mit dem „Radetzky-Marsch“ beendete. Nach dem Konzert konnten die Gäste noch an der Bar etwas plaudern und wurden von Oberkrainer-Formationen unterhalten.

Ein herzliches Dankeschön an alle Besucher, Sponsoren und Gönner, den Musikern, allen Mitwirkenden und bei allen Helfern die im Hintergrund die Fäden zogen.

Einen besonderen Dank ergeht auch an die Damen des Steirischen Bauernbundes Ligist (unter der Leitung von Maria Klöckl), die unsere Gäste in den Pausen mit genussvollen Köstlichkeiten versorgten.

Mehr Fotos findet ihr auf Facebook!

NACH OBEN